Runder Tisch
Der Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten
Leitung
Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung: Herr Thomas Zöller, MdL

Mitglieder
Sitzungstermine
Der Termin für den Runden Tisch 2027 befindet sich aktuell noch in Abstimmung.
Es geht los!
Es geht los!
Der Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten fand am 20.05.2026 unter Leitung des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Thomas Zöller MdL, statt. Seit über zehn Jahren nehmen am Runden Tisch rund 40 entscheidende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Pflege und weiteren Institutionen teil. So kommt es zu einem angeregten Austausch der aktuellen Erkenntnisse und erkenntnisreichen Diskussionen über gemeinsame Wege zur Stärkung des Gesundheits- und Pflegebereichs.
Der Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten hat sich im Jahr 2026 erneut mit dem Schwerpunktthema „Prävention von Pflegebedürftigkeit“ befasst, dies bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft der Pflege.
Eröffnung durch PPB Zöller
Eröffnung durch PPB Zöller
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Thomas Zöller, MdL, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland als Gast. In seinem Beitrag hob er hervor, dass die demografische Entwicklung die Gesellschaft vor große Herausforderungen stelle. Umso wichtiger sei es, den Blick nicht ausschließlich auf die Versorgung im Pflegefall zu richten, sondern Pflegebedürftigkeit möglichst frühzeitig vorzubeugen. Prävention betreffe nicht nur Pflege und das Gesundheitswesen, sondern die gesamte Gesellschaft. Ziel müsse es sein, Menschen möglichst lange gesund, selbstbestimmt und würdevoll in ihrer gewohnten Umgebung leben zu lassen.
Der Patienten- und Pflegebeauftragte formulierte hierfür mehrere Leitprinzipien: Prävention müsse frühzeitig ansetzen, anstatt erst auf bereits eingetretene Einschränkungen zu reagieren. Zudem gelte es, vorhandene Stärken und Ressourcen der Menschen zu fördern, statt ausschließlich Defizite in den Blick zu nehmen. Er betonte außerdem die Bedeutung einer besseren Vernetzung von Gesundheitsversorgung, kommunalen Strukturen und ehrenamtlichem Engagement. Ebenso seien die Arbeits- und Lebensbedingungen von Fachkräften, pflegenden Angehörigen und weiteren Unterstützenden in die Betrachtung einzubeziehen.
Vortrag der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Frau Katrin Staffler MdB
Vortrag der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Frau Katrin Staffler MdB
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Frau Katrin Staffler MdB, stellte aktuelle Überlegungen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und der pflegerischen Versorgung vor. Sie unterstrich die Notwendigkeit einer langfristig tragfähigen Struktur- und Finanzierungsreform sowie einer engen Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen. Besondere Bedeutung maß sie der Stärkung der häuslichen Versorgung, der Unterstützung pflegender Angehöriger und dem weiteren Abbau bürokratischer Hürden bei. Zudem sprach sie sich für eine stärkere Verankerung von Prävention, Beratung und Digitalisierung in der pflegerischen Versorgung aus.
Vortrag von Frau Prof. Dr. Kuhlmey
Vortrag von Frau Prof. Dr. Kuhlmey
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Seniorprofessorin für Public Health an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, verdeutlichte, dass Prävention und Versorgung als langfristige gesellschaftliche Aufgaben verstanden werden müssen. Ziel sei nicht die vollständige Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, sondern die möglichst lange Erhaltung von Selbständigkeit, Funktionalität und gesunden Lebensjahren. Sie wies darauf hin, dass Alter keine Krankheit sei, jedoch mit Mehrfacherkrankungen, Demenz und komplexen Versorgungsbedarfen einhergehe. Prävention müsse daher lebenslang gedacht und sowohl auf individuelles Verhalten als auch auf gesundheitsfördernde Lebensbedingungen ausgerichtet werden.
In der anschließenden Diskussion bestand Einigkeit darüber, dass insbesondere Bewegung, soziale Teilhabe und Gesundheitskompetenz wesentliche Faktoren für ein gesundes Altern darstellen. Wiederholt wurde auf die Bedeutung der Vermeidung von Einsamkeit sowie auf die Notwendigkeit hingewiesen, Prävention stärker in Lebenswelten wie Kommune, Arbeitswelt und Pflegeeinrichtungen zu verankern.
Vortrag von Herrn Hinz, M.Sc.
Vortrag von Herrn Hinz, M.Sc.
Herr Florian Hinz, M.Sc. von der Universität Bayreuth, stellte – zusammen mit Herrn Professor Dr. Michael Lauerer – erste Ergebnisse der gemeinsam mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten entwickelten Online-Befragung „Gesund älter werden“ vor. Die Untersuchung befasst sich mit Altersbildern, Unterstützungsbedarfen und Einflussfaktoren auf gesundes Altern in Bayern. Grundsätzlich wurde dabei deutlich, dass unterschiedliche Bevölkerungsgruppen verschiedene Bedürfnisse und Erwartungen an Präventions- und Unterstützungsangebote haben. Zudem zeigte sich allgemein, dass die subjektive Gesundheit einen wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung des eigenen Alterns hat.
Vortrag von Herrn Prof. Dr. Lang
Vortrag von Herrn Prof. Dr. Lang
Herr Prof. Dr. Frieder R. Lang, Inhaber des Lehrstuhls für Psychogerontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, widmete sich der Frage, welche Faktoren Menschen tatsächlich zu gesundheitsförderlichem Verhalten motivieren. Er betonte, dass Wissen allein häufig nicht ausreiche, um Verhaltensänderungen herbeizuführen. Entscheidend seien vielmehr Motivation und Lebensqualität, soziale Beziehungen und Gesundheitskompetenz. Prävention müsse daher stärker an den Lebensrealitäten der Menschen ansetzen und bestehende Angebote besser vermitteln sowie deren Nutzung erleichtern. Darüber hinaus hob er die Bedeutung positiver Altersbilder und eines lebenswerten Alterns für die Prävention von Pflegebedürftigkeit hervor.
Es geht los!
Es geht los!
Am 14.05.2025 tagte der zweite Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten unter Leitung des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Thomas Zöller MdL. Seit über zehn Jahren nehmen am Runden Tisch rund 40 entscheidende Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Pflegewesens teil, um sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen zu befassen und Lösungsansätze zu diskutieren. Dabei kommen auch regelmäßig neue Institutionen hinzu.
Schwerpunktthema am 14.05.2025 war wie schon 2024 die Prävention von Pflegebedürftigkeit.
Eröffnung durch PPB Zöller
Eröffnung durch PPB Zöller
Nach Begrüßung der aus ganz Bayern angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, verwies der Patienten- und Pflegebeauftragte auf die bisherigen Erkenntnisse im Bereich der Prävention von Pflegebedürftigkeit. Er betonte die Chancen, die in diesem Bereich für unser Gesundheits- und Pflegewesen liegen, und ging auf die Entwicklungen seit dem letzten Runden Tisch ein.
Im Anschluss stellte ein Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Patienten- und Pflegebeauftragten die statistischen Ergebnisse einer Abfrage unter den Mitgliedern des Runden Tisches im Nachgang zur Sitzung 2024 vor. Dort wurden betreffend die Prävention von Pflegebedürftigkeit die Maßnahmen zur Ermittlung einer Datengrundlage zur Schließung von Forschungslücken, zur Schaffung von Aufmerksamkeit in der Gesellschaft und zur Vermittlung von mehr Gesundheitskompetenz abgefragt.
Vortrag von PD Dr. Suhr
Vortrag von PD Dr. Suhr
Den ersten Fachvortrag hielt PD Dr. Suhr vom Zentrum Qualität in der Pflege (ZQP). PD Dr. Suhr stellte das ZQP und sein Tätigkeitsfeld vor. Er verwies auf das breite analoge und digitale Angebot, das Betroffenen sowie professionell und Laienpflegenden unentgeltlich zur Verfügung steht. Dabei ging er insbesondere auf die Bedeutung der Prävention für die Reduzierung von Gesundheitsrisiken und die Stärkung der Gesundheit ein. Abschließend stellte er noch das Pflege-CIRS, eine Lern- und Berichtsplattform im Bereich Pflege, als fachliche Unterstützung für professionell Pflegende vor.
Vortrag von Prof. Dr. Messer
Vortrag von Prof. Dr. Messer
Prof. Dr. Messer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Pflegewissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, des ersten Lehrstuhls im Bereich Pflege bzw. Pflegewissenschaften in Bayern. In Ihrem Vortrag betonte sie die Vorteile der Stärkung von Gesundheitskompetenz in allen Altersgruppen und die Potentiale, die die modernisierte Pflegeausbildung im Hinblick auf präventive Ansätze und deren Vermittlung in sich trägt. Sie legte dabei die Herausforderungen offen, die aus der Struktur und Organisation des Pflegewesens resultieren.

Es geht los!
Es geht los!
Am 10.07.2024 tagte der erste Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten unter Leitung des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Thomas Zöller, MdL. Seit über zehn Jahren nehmen am Runden Tisch rund 40 entscheidende Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Pflegewesens teil, um sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen zu befassen und Lösungsansätze zu diskutieren.
Schwerpunktthema am 10.07.2024 war die Prävention von Pflegebedürftigkeit.
Eröffnung durch PPB Zöller
Eröffnung durch PPB Zöller
Nach Begrüßung der aus ganz Bayern angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, stellte der Patienten- und Pflegebeauftragte das Thema Prävention von Pflegebedürftigkeit vor und betonte insbesondere die Chancen, die in diesem Bereich für unsere Gesundheits- und Pflegewesen liegen.
Vortrag von Prof. Dr. Eberl
Vortrag von Prof. Dr. Eberl
Als erste Vortragende referierte Frau Professorin Dr. Inge Eberl (Professorin für Pflegewissenschaft, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Fakultät für Soziale Arbeit; Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft, LMU Klinikum München). Im Vortrag wurden u.a. die unterschiedlichen Handlungsfelder skizziert, an die Maßnahmen der Prävention anknüpfen können. Die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung und Kommunikation bestehender Angebote wurde betont.
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Nagel
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Nagel
Im Vortrag von Herrn Professor Dr. med. Dres. h. c. Eckhard Nagel (Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth; Ärztlicher Direktor des Rehabilitationszentrums Ederhof / Österreich; Präsident Deutsch-Chinesisches Krankenhaus, Tongji Medical College; Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e.V. (DGIV)) wurden mögliche wissenschaftliche Ansätze für das Thema Prävention von Pflegebedürftigkeit vorgestellt.
Vortrag von Dr. Berninger
Vortrag von Dr. Berninger
Frau Dr. phil. Sabine Berninger (Vorsitzende Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DBfK Südost e.V. und Vorstandsmitglied DBfK Bundesverband e.V.) sprach insbesondere auch aus Sicht der Pflegekräfte. Vernetzung und effektive Zusammenarbeit unterstützen das Thema Prävention von Pflegebedürftigkeit.
Unterschrift des Konsenspapiers
Unterschrift des Konsenspapiers
Die Mitglieder des Runden Tisches unterzeichneten zusammen mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung ein Konsenspapier, mit dem man sich insbesondere zum Nationalen Gesundheitsziel Nr. 7 (Gesund älter werden; gesundheitsziele.de) bekennt.








































