Patienten- und Pflegebeauftragter
Thomas Zöller MdL

Für Patienten

Kompetente Beratung

Der Patienten- und Pflegebeauftragte gibt Ihnen über Ihre Rechte als Patient gerne allgemein Auskunft, bietet „Hilfe zur Selbsthilfe“ oder nennt Ihnen den richtigen Ansprechpartner.

BildInformationen
Patienten- und Pflegeangelegenheiten von A bis Z

Patienten- und Pflegeangelegenheiten von A – Z

Wie finde ich mich im „Dschungel“ unseres Gesundheitssystems zurecht? Wo erhalte ich qualitätsgesicherte Informationen und seriöse Beratung?

Mit 183 alphabetisch geordneten Begriffen hilft die Broschüre Patienten- und Pflegeangelegenheiten von A – Z des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Ihnen, mehr über Ihre Rechte im Gesundheitssystem zu erfahren und leichter die richtigen Ansprechpartner zu finden. Das Nachschlagewerk bietet zu jedem Begriff das „Wichtigste auf einen Blick“ sowie Anschriften für Rat und Hilfe. Die Handreichung richtet sich an Betroffene und Angehörige.

Patientenberatungsstellen

Eine unabhängige Patientenberatung bietet beispielsweise der Gesundheitsladen in München sowie die Unabhängige Patientenberatung Schwaben (Unabhängige Patientenberatung Schwaben, Afrawald 7, 86150 Augsburg, Tel: 0821/20 92 03 71, E-Mail: schwaben@gl-m.de).

Ebenso informiert und berät die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) Ratsuchende über gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Fragen. Die kostenfreie Beratungsnummer  0800 011 77 22 ist wie folgt erreichbar: 
Montag, Dienstag und Donnerstag: 09.30 – 12.00 Uhr und 15.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch und Freitag: 09.30 – 14.00 Uhr

Diskriminierung

Diskriminierung im Gesundheitswesen

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berät schriftlich und telefonisch Patientinnen und Patienten, die Diskriminierung oder sexuelle Belästigung erlebt haben. Eine erste rechtliche Einordnung des Falles und Hinweise wie Betroffene weiter vorgehen können bietet das Online-Tool Soforthilfe per Wegweiser.
Handschlag zwischen Arzt und Patient

Patientenfürsprecher

Patientenfürsprecher sind Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern. Sie sollen unabhängig und weisungsfrei gegenüber der Klinikleitung arbeiten, um von den Patientinnen und Patienten akzeptiert und von der Klinikleitung respektiert zu werden. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft e.V. und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention verfolgen in einer gemeinsamen Initiative das Ziel, in jeder bayerischen Klinik Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher als Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden von Krankenhauspatientinnen und -patienten einzurichten.

Darüber hinaus kann sich jeder Patient mit seinen Anliegen an das Qualitäts- oder Beschwerdemanagement des jeweiligen Krankenhauses wenden.
Gespräch zwischen Arzt und Patient

Patientenberatung ambulante ärztliche Versorgung

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) bietet mit dem Telefonservice Patienten-Infoline kompetente Informationen rund um die ambulante ärztliche Versorgung in Bayern.

Die Terminservicestelle der KVB hilft bei der Vermittlung von Facharztterminen sowie bei der Terminvermittlung für psychotherapeutische Erstgespräche und Akutbehandlungen.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst Bayern sorgt dafür, dass niemand auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen ohne ärztliche Hilfe auskommen muss. Die bayerischen Ärzte beteiligen sich neben der Arbeit in ihrer Praxis am Ärztlichen Bereitschaftsdienst Bayern. Die Rufnummer 116117 ist die kostenfreie bundesweite Bereitschaftsdienstnummer.
Gesundheitskarte mit Banknoten und Stethoskop

Menschen ohne Krankenversicherung

Das Bündnis „Gesundheit für Alle“ hilft Menschen, die keinen oder nur eingeschränkten Krankenversicherungsschutz haben. Anlaufstellen in verschiedenen bayerischen Städten bieten medizinische Versorgung und Beratung für Betroffene.

Kostenfreie Zahnbehandlung erhalten Menschen ohne Krankenversicherung in München in der zahnärztlichen Praxis des Hilfswerks Zahnmedizin Bayern (HZB) oder außerhalb Münchens in zahnärztlichen Praxen, die Teil des HZB-Netzwerks sind.

Frau beim Zahnarzt

Patientenberatung Zahnarzt

Die Patientenberatungsstellen der (Landes-)Zahnärztekammern (BLZK) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVB) bieten eine kostenlose und fachlich unabhängige Beratung durch zahnmedizinische Experten an. Das Angebot richtet sich an gesetzlich und privat versicherte Patientinnen und Patienten.

Das Patiententelefon der bayerischen Zahnärzte ist unter 089 / 230 211 230 zu erreichen.

Die BLZK bietet kostenlose, telefonische Beratung unter 01805 / 211366, sowie bei Konflikten zwischen Patienten und Zahnärzten ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren an.

Näheres bezüglich vertragszahnärztlichen Abrechnung für gesetzlich Krankenversicherte oder fachliche Fragen rund um die Zahn- und Mundgesundheit findet man unter:
www.kzvb.de und www.zahn.de

Für eine Zahnarzt-Zweitmeinung (für Zahnersatz und Kieferorthopädie) gibt es folgende Telefonnummern:

In München: 089 / 744 19 99 88 8
In Nürnberg: 0911 / 588 88 3-27

Zahnarztsuche

Zahnärztliche Gutachter in Bayern 
Doctor showing blank digital tablet screen

Medizinische Befunde und Arztbriefe in leichter Sprache

Medizinstudenten übersetzen unter washabich Befunde und Arztbriefe in eine für Patienten leicht verständliche Sprache - kostenlos.

Außerdem hilft der Befunddolmetscher, unverständliche Begriffe aus medizinischen Befunden in Alltagssprache zu übersetzen. Das Angebot ist nicht-kommerziell und werbefrei.

Informationen über die Bayerische Staatsregierung in Leichter Sprache und in Gebärdensprache

Alle relevanten Informationen zur Bayerischen Staatsregierung, dem Bayerischen Beauftragten für Menschen mit Behinderung oder zu unterschiedlichen Themenfeldern der einzelnen Staatsministerien in Leichter Sprache und in Gebärdensprache finden Sie auf der barrierefreien Internetplattform einfach finden“.

 

Jugendliche tröstet ihre traurige Freundin

Psychosoziale Beratung

Verschiedene Einrichtungen in Bayern bieten psychosoziale Beratungen an. Dabei gibt es auch spezielle Beratungsangebote für Migranten.

Die Krisendienste Bayern (Krisentelefon 0800 / 655 3000) bieten täglich Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffenen und Angehörigen kostenlos, auf Wunsch auch anonym, qualifizierte Beratung und Unterstützung an. Bei Bedarf stehen auch mobile Einsatzteams mit Rat und Tat vor Ort zur Verfügung.

Das Blaue Kreuz unterstützt suchtgefährdete und suchtkranke Menschen.

Der Krisendienst Horizont (Krisentelefon 09 41/5 81 81) der Caritas Regensburg bietet Hilfe bei Suizidgefahr.

Über das Netz psychische Gesundheit (psychenet) finden erwachsene Menschen mit seelischen Problemen, psychischen Erkrankungen, in akuten Krisensituationen, bei Suizidgedanken, Suchtproblemen, altersbedingten seelischen Störungen und geistigen Behinderungen kostenlose Beratung und Hilfe. Das Angebot richtet sich auch an Angehörige und das soziale Umfeld.

Bei Konfliktsituationen in Zusammenhang mit psychotherapeutischen Behandlungen, insbesondere bei Fragen zu Grenzüberschreitungen, bietet der Ethikverein e.V. – Ethik in der Psychotherapie Hilfestellung und Beratung.
Innenaufnahme eines Schwimmbads

Kurmaßnahmen

Kuren können der Vorbeugung aber auch der Heilung von Krankheiten dienen. Der Bayerische Heilbäder-Verband e.V. berät Patienten bei Fragen zu Kuren.
Multikuturelle Deutschlandkarte

Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund

Im Rahmen der Initiative „Gesund.Leben.Bayern“ unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention auch das Projekt „MiMi – Migranten für Migranten“ zur interkulturellen Gesundheitsförderung und Prävention. Bayernweit geben „Gesundheitsmediatorinnen“ und „Gesundheitsmediatoren“ Informationen muttersprachlich an Migrantinnen und Migranten weiter.
Schwarz-weiße Schleife für Solidarität mit Krebs-Erkrankten

Seltene Erkrankungen

Die Zentren für Seltene Erkrankungen der bayerischen Universitätskliniken haben ein Online-Portal zur bayernweiten IT-medizinischen Vernetzung speziell für Seltene Erkrankungen entwickelt. Mit dem BASE-Netz Portal soll Patientinnen und Patienten die gesamte Expertise in Bayern zugänglich gemacht werden. Daneben bietet die Nationale Plattform „Orphanet Deutschland“ die Bündelung von Wissen.

Informationen zu seltenen Erkrankungen bietet EURORDIS. Ziel der Allianz von Patientenorganisationen ist es, Menschen mit seltenen Erkrankungen in ganz Europa eine Stimme zu geben. Daneben gibt es auch verschiedene nationale Netzwerke, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen, z.B. die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE)
Selbsthilfegruppe bei einem Treffen

Selbsthilfe

Verständnis und Beistand durch andere, das Gefühl nicht allein zu sein und die individuellen Probleme mit Gleichbetroffenen austauschen zu können, stellen wertvolle Ressourcen für die Gesunderhaltung und Problembewältigung dar. Selbsthilfegruppen sind daher heute ein unverzichtbarer Teil unseres Gesundheits- und Sozialsystems.

Wichtige Ansprechpartner im Bereich Selbsthilfe sind:

LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. (LAGS)

Selbsthilfekoordination Bayern und Selbsthilfekontaktstellen Bayern e. V. (SEKO)

Selbsthilfegemeinschaft Medizingeschädigter - Patient im Mittelpunkt - e.V.

Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE)

Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (ApK Bayern)

Hilfreiche weiterführende Informationen

  • Antibiotika Alternativen – Projekt ARena – Vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) gefördertes Portal
  • Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) – Einfache und verständliche Informationen über Krankheiten und Gesundheitsthemen
  • Broschüre „Impfen ab 60 Jahre – Gut geschützt in jedem Alter“ – Die Broschüre der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention  (StMGP) kann kostenlos bestellt werden.
  • Broschüre über Patientenrechte  – Ratgeber
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – Übersicht zu aktuellen Arzneimittel-Lieferengpässen (ohne Impfstoffe)
  • gesund.bund.de – Auf dem Internetauftritt des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie fachlich geprüfte Informationen zu Krankheiten, ICD-Codes und zu Vorsorge- und Pflegethemen
  • Gesundheitsinformation.de – Mit der Veröffentlichung von Gesundheitsinformation.de erfüllt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) einen Teil seines gesetzlichen Auftrages zur Aufklärung der Öffentlichkeit in gesundheitlichen Fragen. Die Website richtet sich mit einem breiten Themenspektrum an erkrankte wie gesunde Bürgerinnen und Bürger
  • Hitzeschutz – Materialsammlung der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsschutz im Klimawandel
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – Das unabhängige wissenschaftliche Institut untersucht Nutzen und Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten. Über Vorteile und Nachteile von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren wird in Form von wissenschaftlichen Berichten und allgemein verständlichen Gesundheitsinformationen informiert
  • Mediation im Gesundheitswesen – Mediation ist ein erfolgreiches Verfahren zur konstruktiven Lösung von Konflikten
  • Patienteninformation – Ein Service der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • Patienteninformationen im Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e. V.
  • Patientensicherheit-Online bündelt Wissen und Informationen zum Thema Patientensicherheit und stellt die Projekte des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin im Bereich Patientensicherheit dar
  • Verbraucherzentrale Bayern e.V. – Die Verbraucherzentrale bietet u.a. Rechtsberatung bei Fragen zu Sozialversicherungen sowie den Rechten als Patientin oder Patient
  • Wörterbuch – Fremdwörter und Fachbegriffe verständlich erklärt

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