Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

15.09.2017

Hermann Imhof MdL: Sicherheit für Patienten und Pflegebedürftige verlangt hohe Standards in der Kommunikation

 

„Kommunikation ist die Grundlage für eine gute und sichere Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen.“, so der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Hermann Imhof MdL, anlässlich des 3. Internationalen Tages der Patientensicherheit unter dem Motto „Wenn Schweigen gefährlich ist“.

Das für eine medizinische Behandlung oder pflegerische Betreuung notwendige Vertrauensverhältnis setzt Verstehen auf beiden Seiten voraus. „Internetportale sind hierfür kein Ersatz“, so Imhof. Deshalb begrüßt Imhof die Initiative der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für die „sprechende Medizin“ zu verbessern und eine für den Patienten verständliche Kommunikation als Teil der medizinischen Ausbildung fest zu verankern.

Verstehen beschränkt sich für Imhof aber nicht auf das aufeinander abstimmen von Fach- und Umgangssprache. Er verweist auf die aktuelle Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Dort sind nicht selten Fachkräfte mit ausländischen Wurzeln für die Behandlung und Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen verantwortlich. Kommunikation im Sinne eines Verstehens setzt hier den Austausch in der gleichen Sprache, in der Regel der Landessprache der Patienten und Pflegebedürftigen voraus. Nur ausreichende Sprachkenntnisse und deren sichere Anwendung im Gesundheitsbereich können Patientensicherheit gewährleisten.

„Es nützt jedoch alle sprachliche Fertigkeit nichts, wenn Ärzten und Pflegepersonal nicht genug Zeit für ein Gespräch bleibt. Dann können sehr schnell Behandlungsfehler entstehen. Ich denke hier nur an Übergabefehler beim Schichtwechsel.“

Der 3. Internationale Tag der Patientensicherheit ist für Imhof aber auch Anlass, einen Appell an die Patienten und Pflegebedürftigen selbst zu richten. „In Deutschland herrscht ein hoher Standard, was medizinische Information und Aufklärung betrifft.“ Häufig reisen Patienten für vermeintlich preisgünstige medizinische oder pflegerische Leistungen ins Ausland, obwohl eine sprachliche Verständigung nicht oder nur unzureichend stattfinden kann. „Kommunikation muss von allen Beteiligten wertgeschätzt werden“, so Imhof. „Wer hier spart, spart auch an seiner eigenen Sicherheit.“