Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Anspruch auf Krankengeld

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Versorgungsstärkungsgesetz - VSG) am 23.7.2015 hat der Gesetzgeber durch Änderung des § 46 SGB V "Entstehung des Anspruchs auf Krankengeld" eine für Patienten entscheidende Änderung verabschiedet, indem er den Anspruch auf Krankengeld mit dem Datum der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) verknüpft hat. Dies gilt auch für eine weiterführende AU, sofern der Arztbesuch rechtzeitig erfolgt ist:

Die Neuregelung zur Entstehung des Anspruchs auf Krankengeld betrifft die allgemeinen Arbeitsunfähigkeitsfälle (bei Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt besteht der Anspruch bereits von deren Beginn an). § 46 Satz 1 Nr. 2 lautet nun wie folgt: Der Anspruch auf Krankengeld entsteht von dem Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an. Bisher erst ab dem darauffolgenden Tag. Für eine lückenlose Fortschreibung der AU ist die folgende Ergänzung nach Satz 1 von Bedeutung:

Der Anspruch auf Krankengeld bleibt bestehen, wenn wegen derselben Krankheit die Arbeitsunfähigkeit am nächsten Werktag nach Ende der letzten AU ärztlich bescheinigt wird. Dabei gelten Samstage nicht als Werktage. Künftig genügt es also, wenn eine AU am folgenden Werktag nach Ablauf der vorigen AU bescheinigt wird, um wegen derselben Erkrankung weiterhin Krankengeld zu erhalten. Bisher musste die AU bereits am letzten Tag der geltenden vorigen AU ausgestellt worden sein.