Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Patientenfürsprecher

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft e. V. und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verfolgen in einer gemeinsamen Initiative das Ziel, in jeder bayerischen Klinik Patientenfürsprecher als Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden von Krankenhauspatienten einzurichten. Dadurch soll das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Krankenhaus gefördert werden. Denn gegenseitiges Vertrauen und eine gelungene Kommunikation sind die Basis für eine erfolgreiche Behandlung.

Gefragt sind die Patientenfürsprecher bei allen Anliegen rund um den Krankenhausaufenthalt, den persönlichen Umgang zwischen Krankenhauspersonal und Patienten bis hin zu vermuteten Behandlungsfehlern. Patientenfürsprecher sollen unabhängig und weisungsfrei gegenüber der Klinikleitung sein, um von den Patienten akzeptiert und von der Klinikleitung respektiert zu werden. Sie sind eine wichtige Ergänzung zum Beschwerdemanagement einer Klinik, um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen.

Ziele und Maßnahmen

Am 27. Juli 2012 fand in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München die Auftaktveranstaltung unter dem Motto "Patientenfürsprecher im Krankenhaus – Kommunikation zwischen Patient und Krankenhaus als Managementaufgabe" statt. Im Rahmen der Veranstaltung haben der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Dr. Marcel Huber, und der 1. Vorsitzende der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Oberbürgermeister Franz Stumpf, eine Vereinbarung geschlossen, in der Ziele und Maßnahmen der gemeinsamen Initiative festgelegt sind. Ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung sind von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft e. V. und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gemeinsam erarbeitete Handlungsempfehlungen, die den Krankenhäusern als Anleitung und Unterstützung bei der Einrichtung von Patientenfürsprechern dienen.

Seither ist die Zahl der Patientenfürsprecher deutlich angestiegen: Mittlerweile (Stand: Juni 2013) gibt es an jeder vierten Klinik Menschen, die ehrenamtlich als Vermittler zwischen Klinikleitung und Patienten sowie deren Angehörigen fungieren.

1. Bayerischer Patientenfürsprechertag

Das Bayerische Gesundheitsministerium veranstaltete am Dienstag, den 4. Juni 2013 gemeinsam mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft den 1. Bayerischen Patientenfürsprechertag. In Forchheim besprachen die Patientenfürsprecher das Patientenrechtegesetz und tauschten bisherige Erfahrungen aus.

Außerdem war die Fortbildung der Patientenfürsprecher Kernanliegen des 1. Patientenfürsprechertages. Nach der Premiere in Forchheim soll der Patientenfürsprechertag fortan regelmäßig unter der Leitung der Patientenbeauftragten des Bayerischen Gesundheitsministeriums, Dr. Gabriele Hartl, stattfinden. Ziel ist eine weitere Vernetzung, Sicherstellung einer qualitativ-hochwertigen Beratung und gemeinsame, fachbezogene Schulungen zu verschiedenen Themen.

Bilder vom 1. Bayerischen Patientenfürsprechertag

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