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Thomas Zöller, MdL, der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, der sich besonders für die Belange von Patientinnen und Patienten sowie pflegebedürftigen Menschen einsetzt, fordert eine ehrenamtliche Patientenfürsprache in allen bayerischen Krankenhäusern. Dafür soll die Patientenfürsprache nach seiner Vorstellung künftig auch im Bayerischen Krankenhausgesetz verankert werden.
„Jede Patientin und jeder Patient muss im Krankenhaus eine unabhängige, vertrauensvolle und niedrigschwellige Ansprechperson haben. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass jedes Krankenhaus in Bayern eine ehrenamtliche Patientenfürsprache einrichtet“, erklärt Zöller. „Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher können Menschen während ihres Krankenhausaufenthalts unterstützen, wenn Fragen, Unsicherheiten oder Beschwerden entstehen. Sie hören zu, vermitteln bei Konflikten und helfen dabei, Anliegen gegenüber dem Krankenhaus verständlich vorzubringen. Gerade für ältere, alleinstehende oder pflegebedürftige Menschen kann eine solche Unterstützung besonders wertvoll sein.“
„Ein Krankenhausaufenthalt ist häufig eine belastende und ungewohnte Situation. Da ist es wichtig, dass jemand zuhört, Orientierung gibt und sich Zeit für die persönlichen Anliegen nimmt. Patientenfürsprache stärkt die Rechte der Betroffenen und gibt ihnen eine Stimme“, so der Patientenbeauftragte. „Eine ehrenamtliche Patientenfürsprache kann zugleich einen wichtigen Beitrag zur Qualität und zur Weiterentwicklung der Kliniken leisten. Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten machen sichtbar, wo Abläufe verbessert, Informationen verständlicher gestaltet oder Kommunikationsprobleme gelöst werden können. Beschwerden werden dadurch nicht nur als Kritik, sondern auch als Chance für Verbesserungen verstanden.“
„Von einer guten Patientenfürsprache profitieren nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch die Krankenhäuser selbst. Davon bin ich überzeugt! Wer Beschwerden frühzeitig aufgreift und gemeinsam nach Lösungen sucht, kann Vertrauen schaffen, Missverständnisse vermeiden und die Qualität der Versorgung weiter verbessern“, betont Zöller. „Patientenfürsprache sollte dabei unabhängig und vertraulich arbeiten. Sie soll weder die medizinische und pflegerische Verantwortung der Beschäftigten ersetzen noch bereits bestehende Beschwerde- und Beratungsangebote verdrängen. Vielmehr soll sie eine zusätzliche, leicht erreichbare Unterstützung für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige bieten.“
„Patientenfürsprache ist also kein Gegeneinander von Betroffenen und Klinikpersonal. Sie ist ein verbindendes Element. Sie hilft dabei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam gute Lösungen zu finden“, sagt der Beauftragte.
„Bayern braucht eine starke Interessenvertretung für Patientinnen und Patienten. Aber auch für die Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher selbst ist es wichtig, dass klare Rahmenbedingungen für Aufgaben, Unabhängigkeit, Datenschutz oder Fortbildung geschaffen werden. Ich werde mich deshalb dafür weiter einsetzen, dass die Patientenfürsprache im Bayerischen Krankenhausgesetz aufgenommen wird und künftig in allen bayerischen Krankenhäusern verlässlich zur Verfügung steht“, erklärt Zöller.