Palliativmedizin
Schwerstkranken Menschen ein würdiges und schmerzfreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ist fester Bestandteil bayerischer Gesundheitspolitik. Hierfür sind ein ausreichendes palliativmedizinisches und palliativpflegerisches Betreuungsangebot sowie eine mittragende Sterbebegleitung von essenzieller Bedeutung.
Palliativstationen sind stationäre Einrichtungen zur Betreuung schwerstkranker Menschen. Sie sind erforderlich für die Betreuung von Patienten, die zu Hause nicht mehr versorgt werden können. Palliativstationen dienen zugleich als Kompetenzzentren zur Verbreitung des Wissens um die palliativ-medizinischen und palliativpflegerischen Möglichkeiten.
Zur Aus- Fort- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte gibt es in Bayern vier Akademien für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit in München, Nürnberg, Würzburg und Bamberg. Außerdem besteht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein Lehrstuhl für Palliativmedizin.
Neben der stationären Versorgung Sterbender wird die ambulante palliativmedizinische Versorgung künftig eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Gesundheitsreformgesetz 2007 wurde die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) als neue Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen. Die spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung wird derzeit aufgebaut.
Für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen gibt es eigene Versorgungsangebote. Das Gesundheitsministerium bezieht fachlichen Rat vom Expertenkreis "Palliativmedizin und Hospizarbeit, der im Jahr 2003 eingerichtet wurde.
Die Bayerische Staatsregierung unterstützt die palliativmedizinische Entwicklungen im Gesundheitswesen auch in finanzieller Hinsicht.
Die Zuständigkeit für das Hospizwesen liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.
Weiterführende Informationen
Adressen
Palliativversorgung
- Ethische Handlungsorientierung in der Hospiz- und Palliativversorgung
- Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
- Rahmenkonzept zur Hospiz- und Palliativversorgung
- Ambulante Palliativversorgung
- Allgemeine ambulante Palliativversorgung
- Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung
- Kinderpalliativversorgung in Bayern (Konzept)
- Palliativstationen
Fachinformationen
- Fachprogramm - Palliativversorgung in Krankenhäusern
- Fragen und Antworten zur stationären Versorgung Sterbender
- Aus- Fort- und Weiterbildung
- Expertenkreis "Palliativmedizin und Hospizarbeit"
- Förderung von Einrichtungen der Sterbebegleitung
Links zu externen Angeboten
- Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP)
- Bayerischer Hospizverband e.V.
- Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV)
- Bayerische Stiftung Hospiz
- Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Bayerisches Staatsministerium der Justiz -Broschüre zu Patientenverfügungen
- Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin Klinikum der Universität München - Großhadern
- Lehrstuhl für Palliativmedizin an der Ludwigs-Maximilians-Universität München


Als Patientenbeauftragte bin ich Sprachrohr für die Interessen der Patienten. Ich setze mich dafür ein, dass ihre Rechte gestärkt werden. Wir brauchen eine menschliche Medizin, die die Patienten und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.
