Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Vorstellung des Tätigkeitsberichts des Patienten- und Pflegebeauftragten

Zu den Erfolgen seiner Arbeit zählt Imhof u.a. sein Engagement für die pflegenden Angehörigen, insbesondere für den Ausbau der Kurzzeitpflegeplätze in Bayern, die Bundesratsinitiative zur Einführung eines Patientenentschädigungs- und Härtefallfonds sowie seinen Einsatz für einen Ausbildungstarifvertrag in der Pflege.

Imhof sieht aber auch weiterhin Handlungsbedarf bei der Bewältigung des Fachkräftemangels in der Pflege und der Unterstützung pflegender Angehöriger. Notwendig sind hier insbesondere der Ausbau einer Infrastruktur von Unterstützungsangeboten sowie die Bereitstellung einer dezentralen, umfassenden, neutralen und wohnortnahen Patienten- und Pflegeberatung, die Mehrfachstrukturen beendet und für jeden Bürger ansprechbar ist. Die Digitalisierung wertet er als Möglichkeit, die Stärkung der Patientenrechte und der Patienteninformation voranzubringen.

Das Amt des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung ist für Imhof eine unverzichtbare Institution. „Rund 13 Mio. Patienten, ca. 350.000 Pflegebedürftige, geschätzte 135.000 professionelle Pflegekräfte und ca. 240.000 pflegende Angehörige haben mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung in Bayern eine eigene Institution erhalten, an die sie sich mit ihren Belangen wenden können und die sie und ihre Interessen auf allen Ebenen vertritt.“
In der Vergangenheit haben durchschnittlich knapp 100 Bürger monatlich diese Chance wahrgenommen.

Ihnen wurde persönlich geholfen oder ihre Anliegen dienten als Grundlage für politische Aktivitäten.

Imhof wirbt für die Notwendigkeit des Amtes: „Es braucht auch weiterhin eine Institution, die die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten anhört und sich ihrer annimmt. Es braucht auch weiterhin eine Institution, die immer wieder die Perspektive jener Menschen einnimmt und einfordert, die auf das Gesundheits- und Pflegesystem als Patienten, Pflegebedürftige, Angehörige, aber auch als Selbständige oder Arbeitnehmer angewiesen sind.“

„Aber“ erklärt Imhof aus Erfahrung: „nur ein Patienten- und Pflegebeauftragter, der frei von kommerziellen Interessen ist, keinem der Sektoren in der Gesundheits- und Pflegeversorgung angehört, in keine Hierarchien eingebunden und nur seinem Gewissen verpflichtet ist, wird akzeptiert und kann den Patienten, Pflegebedürftigen und Pflegenden im Chor der verschiedenen Interessenvertreter eine eigene Lobby bieten.“

 

Der Tätigkeitsbericht kann bestellt werden unter:  http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/stmgp_ppb_003.htm

Die Zusammenfassung des Tätigkeitsberichts finden Sie hier.