Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel (Grünes Rezept)

Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln handelt es sich meist um pflanzliche, homöopathische, anthroposophische Arzneimittel und / bzw. solche, die Mangelerscheinungen von Spurenelementen z. B. von Folsäure, Magnesium, Eisen, Vitamin B 12, Jod ausgleichen.

Die Kosten für diese Arzneimittel sind seit 2004 von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen. Ausnahmen für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse gelten dann, wenn das verordnete Arzneimittel zur Behandlung einer schweren Erkrankung notwendig ist. Diese Ausnahmen sind vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in den Arzneimittelrichtlinien verbindlich festgelegt. In der Regel aber muss bzw. musste ein auf ein nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel ausgestelltes Rezept – „Grünes Rezept“ – vom Patienten selbst bezahlt werden.

Ab 2012 wurde den Kassen jedoch die Möglichkeit eröffnet, eine Kostenübernahme für solche Arzneimittel als Satzungsleistung anzubieten. Viele gesetzliche Krankenkassen machen davon inzwischen Gebrauch, allerdings zu sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Damit Patienten erinnert werden, die jeweilige Satzungsleistung nachzufragen, erhält das „Grüne Rezept“ künftig folgenden Hinweis: „Dieses Rezept können Sie bei vielen gesetzlichen Krankenkassen zur Voll- oder Teilerstattung als Satzungsleistung einreichen.“

Für die Kostenerstattung muss der Patient das „Grüne Rezept“ zusammen mit der Quittung der Apotheke bei seiner Krankenkasse einreichen.

Die Satzungsleistungen der einzelnen Krankenkassen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel können Sie einsehen auf der Internetseite des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller e. V.